Anhaltisches Theater Dessau
Vorschau221. Spielzeit 2015/16

Oper konzertant

Lakmé

Musik von Leo Delibes
Text von Edmond Gondinet und Philippe Gille nach Motiven des Romans Rarahu ou Le Mariage de Loti von Pierre Loti

»Mein Himmel ist nicht der deine.« Mindestens eine Melodie aus Lakmé ist in Konzerten, Radioprogrammen und in der Werbung im Dauereinsatz: Das sogenannte ›Blumenduett‹ mit seiner einschmeichelnd wiegenden Melodie. Allerhöchste Zeit, die ganze Oper Léo Delibes', des Komponisten des Ballettklassikers Coppélia, kennen zu lernen. Denn die Musik ist durchweg von einem besonderen Charme geprägt, sie quillt förmlich über vor zarter, liedhafter Melodien. Schon während der Uraufführung 1883 in Paris mussten mehrere Arien wiederholt werden. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war Lakmé eine der am häufigsten aufgeführten französischen Opern.

Indien zur Zeit der englischen Kolonialzeit. Im bedenkenlos betretenen Garten eines Tempels verliebt sich Gérald, ein englischer Offizier, in die Tochter eines Brahmanen, Lakmé. Der Brahmane zwingt seine Tochter dazu, auf einem Marktplatz zu singen, um den Ungläubigen anzulocken, der seine Tochter entehrt und das Heiligtum entweiht hat. Bald erscheint Gérald, und Nilakantha verübt ein Attentat auf ihn. Der schwer verletzte Gérald wird an einem abgeschiedenen Ort von Lakmé gepflegt, die von einer gemeinsamen Zukunft träumt. Sie hat für den Engländer alle Brücken hinter sich abgebrochen. Ein Freund Géralds erreicht das Paar und schafft es, Géralds schlechtes Gewissen seiner Heimat gegenüber wach zu rütteln. Als Lakmé begreift, dass Gérald gehen wird, nimmt sie Gift.

In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere 27.05.16, 19.30 Großes Haus
18.06.16, 17.00 Großes Haus