Anhaltisches Theater Dessau
Vorschau221. Spielzeit 2015/16

6. Sinfoniekonzert

Ferruccio Busoni
Berceuse Élégiaque op. 42

Béla Bartók
Violakonzert

Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 1 D-Dur

Dirigent Daniel Carlberg

Viola Máté Szücs

Mit pfeifenden Flageolett-Tönen der Streicher, »wie ein Naturlaut«, beginnt die Sinfonie. Am Ende führt ein Choralthema der Blechbläser das Werk zum triumphalen Abschluss. In der knappen Stunde dazwischen wird eine ganze Welt von Empfindungen durchmessen, vom Komponisten Gustav Mahler in dieser seiner 1. Sinfonie (1889) mit ungeheurer und erschütternder Ausdrucksgewalt in Töne gesetzt. Dieses Werk, das heute die populärste und meistgespielte unter Mahlers Sinfonien ist, hatte es indes schwer, sich beim Publikum durchzusetzen. Eine Aufführung 1909 in New York, wo sie Mahler als Chef der dortigen Philharmoniker selbst dirigierte, blieb ohne große Resonanz. Im Februar 1911 dirigierte Mahler in New York die Uraufführung der Berceuse élégiaque von Ferruccio Busoni, die den Untertitel trägt: »Des Mannes Wiegenlied am Sarge seiner Mutter. Poesie für sechsfaches Streichquartett mit Sordinen, 3 Flöten, Oboe, 3 Klarinetten, 4 Hörner, Gong, Harfe und Celesta«. 1945 schrieb Béla Bartók im New Yorker Exil sein einziges Bratschenkonzert. Zwar konnte er die Komposition noch in der Skizze beenden, die Orchesterpartitur wurde jedoch erst nach seinem Tod von Tibor Serly erarbeitet.

Jeweils 18.30 Uhr findet im Foyer eine Konzerteinführung statt.

07.04.16, 19.30 Großes Haus
08.04.16, 19.30 Großes Haus