Die Fledermaus

Operette in drei Akten von Johann Strauß

Der Lebemann Gabriel von Eisenstein muss eine mehrtägige Arreststrafe antreten. Sein Freund Dr. Falke überredet ihn, zuvor noch mit ihm das Fest des Prinzen Orlofsky zu besuchen und sich dort zu vergnügen. Was er nicht weiß: Auch seine Frau Rosalinde, sein Stubenmädchen Adele und der Gefängnisdirektor Frank werden dort sein.

6 HÖRBEISPIELE
Nr. 3 Duett Eisenstein-Falke
Nr. 5 Finale I
Nr. 6a Chor
Nr. 8 »Mein Herr Marquis« (Adele)
Nr. 11 Finale II
Nr. 16 Finale III
Ausführende: siehe nebenstehende Besetzung (Aufnahme von der Generalprobe)

Das alles gehört zu Falkes Plan, Eisenstein gründlich zu blamieren und lächerlich zu machen, genau wie der ihn im letzten Fasching angetrunken und im albernen Kostüm einer Fledermaus auf einer Parkbank sitzengelassen und somit zum Gespött der Passanten gemacht hatte. Falkes Racheplan geht auf, wenn sich im 3. Akt die ganze Gesellschaft im Gefängnis wiedertrifft. Eisenstein muss Abbitte leisten, hat aber eine Entschuldigung parat: »Der Champagner war an allem schuld!«

Die dritte Operette des Wiener Walzerkönigs Johann Strauß sollte ursprünglich »Doktor Fledermaus« heißen. Uraufgeführt wurde sie am Ostersonntag des Jahres 1874. Publikum und Kritik nahmen »Die Fledermaus« zwar beifällig auf, doch den besonderen Rang dieser Operette als Spitzenwerk der gesamten Gattung erkannte man erst später. Das gut gebaute Textbuch, bei dem Strauß’ ureigenste Domäne, der Tanz, als dramatisches Element in den Mittelpunkt rückt, inspirierte den Komponisten zu einer Musik, die vom ersten bis zum letzten Takt Heiterkeit und gute Laune verbreitet. Da gibt es keinen einzigen schwachen Moment! Unaufhörlich sprudeln die herrlichen Melodien, und die Musik ist dabei stets auf der Höhe des jeweiligen Geschehens. »Vielleicht ist ›Die Fledermaus‹ gerade deshalb ein Meisterwerk, weil die Musik als dramaturgische Drehscheibe fungiert und so eine untrennbare Einheit mit dem Text bildet, wo ein jedes erst im Spiegel des anderen seine Identität erfährt.« [Michael Rot]

Musikalische Leitung Wolfgang Kluge
Inszenierung und Kostüme Hinrich Horstkotte
Bühne Martin Dolnik
Dramaturgie Ronald Müller
Choreinstudierung Helmut Sonne
Choreographie Gabriella Gilardi

Gabriel von Eisenstein Wiard Witholt / Peter Schöne
Rosalinde Angelina Ruzzafante
Dr. Falke Ulf Paulsen
Frank Kostadin Arguirov / Adam Fenger
Adele Sharleen Joynt / Diana Tomsche-Beikircher
Prinz Orlofsky David Ameln
Frosch Jan-Pieter Fuhr
Alfred Angus Wood / Andrew Sritheran
Ida Kristina Baran / Gerit Ada Hammer
Dr. Blind Filippo Deledda
Iwan Philipp Feige / Joe Monaghan

PRESSESTIMMEN

Alexander Hauer, Der Opernfreund, Jan. 2011

Mal wieder Dessau

Baden bei Wien, 1870

Schon in der Ouvertüre sieht man die Abgründe eines Kurortes. Anstatt in Badewannen Entspannung für steife Glieder zu suchen, treibt die Kurgesellschaft ein fröhliches „Wanne, wechsle dich“ Spiel. Badepartner werden so häufig getauscht, dass es schwerfällt die Übersicht zu bewahren, wer gerade mit wem „badet“. Und mitten drin ein düpierter Rechtsanwalt, eine Mischung aus Metternich und Coppolas Dracula. Ulf Paulsen gibt diesem Falke hinterlistige und grausame Züge. Sein Opfer ist der herrlich selbstherrliche Eisenstein, Wiard Withold, ein ewig Polternder, der sowohl seine Gattin als auch seine Bediensteten tyrannisiert. Aber das Leben ist gerecht, sowohl Gattin Rosalinde als auch Zimmerkätzchen Adele orientieren sich in andere Richtungen. Rosalinde, voll sinnlich warmen Sopran Angelina Ruzzafante, tendiert zu einem Techtelmechtel mit ihrem alten Bühnenpartner Alfred, Andrew Sritheran, Adele, präzise, aber sehr zart: Sharleen Joynt, will hinaus ins zweifelhafte Leben.

Der Weg dorthin führt über einen Ball beim Prinzen Orlowsky. Dieser Orlofsky wird in alter Dessauer Tradition von einem Tenor gesungen. David Ameln gibt dieses dicke Kind mit dünnen Beinchen auf eine erschreckende Art, brutal wie ein Pubertierender, der einen Erwachsenen spielt. Und das führt zu sehr komischen Momenten, insbesondere im Zusammenspiel mit seinem Kammerherrn Iwan, Joe Monaghan, der mit tänzerischer Präzision eine Melange aus Rasputin und messerschwingenden Dorfschläger gibt. Mehr als überzeugend ist auch der Frosch von Jan-Pieter Fuhr. Ein Reimgott und Wortverdreher jenseits aller Froschklischees, spielt er diesen KuK Unterbeamten voll hintergründigen Humor.

Hinrich Horstkotte bricht mit seiner Fledermaus mit neuen „Traditionen“. Er inszeniert ein genaues Sittenbild des ausgehenden 19. Jahrhunderts, ohne peinliche Details offenzulegen. Der Ball bei Orlowsky ist ein wahrer Ball, elegante Menschen ergehen sich in sinnlichen Genüssen. Genau wie das Gefängnis ein trister Provinzknast ist.

Ein wichtiges Element in der Inszenierung ist neben den Kostümen das Bühnenbild. Martin Dolnik hat als roten Faden immer eine Badewanne auf der Bühne, selbst der Orlowsky Akt spielt in der Wanne und der Kronleuchter mutiert auch zum Wannenstöpsel. Als der Ball nach der wunderbaren Balletteinlage, choreographiert von Gabriella Gilardi, nach Strauß’ Schnell Polka op. 393 „Stürmisch in Lieb und Tanz“ zu eskalieren droht, Frank wieder in sein bürgerliches Leben als Gefängnisdirektor und Eisenstein endlich seinen Arrest antreten will, werden die beiden einfach durch den Abfluss in den Knast gespült, ein herrlicher Einfall.

Angelina Ruzzafante mutiert vom Hausmütterchen Rosalinde hin zur gefährlichen, tief dekolletierten Pusztadomina, deren „Klänge der Heimat“ wohl als absoluter Höhepunkt des zweiten Aktes gelten muss. Ansonsten dominieren die dunklen Stimmen, Ulf Paulsen als Dr. Falke und Wiard Witholts Eisenstein, zwei Markpunkte in der Baritonriege, Kostadin Arguirov als Falke in gewohnt überzeugenden Basstiefen. David Ameln lebt diesen Kindorlofsky, gibt ihm jugendliche tenorale Klänge. Die Rollen von Andrew Sritheran und Filippo Deledda als Dr. Blind sind leider zu kurz für das sängerische und komödiantische Talent der Beiden. Der Chor unter Helmut Sonne zu loben hieße Eulen nach Athen tragen, ebenso das Lob der Anhaltischen Philharmonie, die unter Wolfgang Kluge wienerisch-sinnliche Champagnerlaune auf höchstem Niveau verbreitete.

Eine „brave“, aber lustige und (ent)spannende Fledermaus endete auch in einer Sonntagnachmittagsvorstellung in begeisterten Applaus. Dessau lohnt sich nicht nur wegen der Oper.

Alexander Hauer, besuchte Vorstellung 19.12.2010

Herbert Henning, Orpheus, März / April 2011

Champagner in der Badelounge

Die Inszenierung von Strauß' „Die Fledermaus“ am Anhaltischen Theater ist im wahrsten Sinne des Wortes ein (kollektiver) Badespaß. Hinrich Horstkotte hat den Ort der Handlung Baden bei Wien ganz wörtlich genommen und so bestimmen Badewannen nicht nur das inszenierte szenische Entree zur Ouvertüre. Der Ball beim Prinzen Orlofsky spielt in einer überdimensional großen Badewanne, in der der Kronleuchter zum Stöpsel wird und im Finale der „Schwerenöter" Eisenstein in das Gefängnis von Frosch durch den Abfluss „gespült" wird. Und dieses Gefängnis befindet sich in der Kanalisation unter eben dieser Luxus-Badewanne - ein Einfall, der vom Publikum Sonderbeifall bekam.
Nicht nur die Anhaltische Philharmonie unter Wolfgang Kluge und der von Helmut Sonne prächtig agierende Chor sind in musikalischer Champagnerlaune. Das Ensemble der temperamentvollen, vom Regisseur selbst (Kostüme) und Martin Dolnik (Bühnenbild)) farbenprächtig und mit viel Witz und Anspielungen ausgestatteten Aufführung folgt mit großer Spiellaune den Intentionen des Regisseurs, der die Geschichte mit vielen originellen, zuweilen auch derb-komischen Einfällen und Slapsticks als eine parodistische Rachekomödie erzählt. Und selbst die immer wieder in diversen Badezubern zelebrierten Rituale (vornehmlich zu zweit) machen hier Sinn. Mit großer Spielfreude und durchweg ansprechender sängerischer Leistung agiert das Ensemble, wobei Sharleen Joynt als Adele und Angelina Ruzzafante als Rosalinde vor allem mit wunderschönen Koloraturen auftrumpfen. Angus Wood als schmachtender Gesangslehrer Alfred singt sich liebestoll durch fast alle Tenorpartien. Ulf Paulsen ist ein umtriebiger, fast schon diabolischer Dr. Falke als "Spielmacher" des amüsanten Racheplanes und Wiard Witholt singt und spielt mit jungenhaftem Charme hinreißend den Gabriel von Eisenstein. Ein Kabinettstück liefert David Ameln als herrlich verschrobener übergewichtiger Prinz Orlofsky. Jan-Pieter Fuhr als Frosch und Faktotum von Gefängnisdirektor Frank (Kostadin Arguirov) hat das Schmunzeln über so manches Bonmot und anzügliche Frechheit auf seiner Seite. Dass die Damen und Herren des schmissigen Balletts (Choreografie: Gabriella Gilardi) sich mit langen Schwänzen als Ratten entpuppen, ist angesichts der Tatsache, dass man diese „niedlichen" Nager zuweilen in der Kanalisation findet, in Horstkottes Inszenierung nur folgerichtig.

Franz Werfel, Mitteldeutsche Zeitung, 06.12.10

Der Frosch in der Badewanne

DESSAU/MZ. Das kollektive Baden in allen Gesellschaftsschichten ist bei der Neuinszenierung der "Fledermaus" durch Hinrich Horstkotte am Anhaltischen Theater Dessau das bestimmende Prinzip. So will nicht nur die Straußsche Ortsangabe neu angedacht werden, der Ganzkörperreinigung sind auch die Bühnenbilder von Martin Dolnik und viele Arrangements gewidmet. Dies deutet sich schon in der Ouvertüre an, die sich - trotz hartnäckiger Versuche - ob ihrer kraft- und schwungvollen Interpretation durch Wolfgang Kluge und die Anhaltische Philharmonie partout nicht zerhusten lassen wollte.
Da wird etwas plakativ im Bühnenportal der Ort des Geschehens "Baden bei Wien" angeschrieben; in den Badekammern aber kann sich das Volk im fröhlichen "Jeder-mit-Jedem" glücklich tummeln. Wer alleine ist, greift in nicht enden wollenden Tiraden zum Strick. Die hundert Jahre alten Badeanzüge entlocken dem Publikum ebenso Gluckser, wie der große blaue Schwimmring oder die überdimensionierten Kinderlutscher. Letztere sieht man auch lieber, als das mehrmalige Greifen in den Schritt der männlichen Lüstlinge. Danach findet sich der Zuschauer im Haus der von Eisensteins wieder. Die obligatorische Badewanne fehlt auch hier nicht, dient als Verschönerungs- und Rückzugsort. In diesen Zimmern können sich die Herrschaften ausleben. Hier intoniert der heldentenörige Gesangslehrer Alfred (wie immer stimmlich hochpräsent: Angus Wood) "Du bist mein ganzes Herz", hier schmachtet seine Angebetete, die verheiratete Rosalinde (Angelina Ruzzafante), hingebungsvoll dahin.

Gut gewollte Übertreibungen

Sharleen Joynt als Stubenmädchen Adele hingegen enttäuscht auf ganzer Linie. Ihre vorgemachten Übertreibungen sind in der Regel nur gut gewollt und bleiben als offensichtliche Behauptungen für sich stehen. Zudem überzeugt die junge, zierliche Soubrette auch gesanglich nicht. Die hellen Koloraturen kommen meist nicht über den Graben hinaus - das gleiche gilt für ihre Dialogszenen.

Treffen in der anschließenden Rausschmeiß-Szene die Gegner Gabriel von Eisenstein (Wiard Witholt) und Dr. Blind (Filippo Deledda) aufeinander, geht es hektisch zu. Hinter dem vielen Gerenne auf der Bühne verschwinden die Sangestexte der Darsteller. Diese Szene ist paradigmatisch für viele kleine Ungenauigkeiten. Aufgeregt sind Musik und Libretto sowieso, mehr Ruhe in der Inszenierung hätte der musikalischen Qualität gut getan. Diese stellt sich sofort ein, wenn Rosalinde ihre erfrischenden Solopassagen gerade heraus ins Publikum singen darf.

Auf viele Pointen jedoch inszeniert die Regie derart deutlich hin, dass sie meist vorhersehbar sind - und dann verpuffen. Dabei funktionieren die Slapstickeinlagen sogar ganz gut, wenn sie überzeugend und sicher dargeboten werden, wenn sich die Darsteller in ihrer Komik ernst nehmen und diese genau herausarbeiten.

Im zweiten Akt überzeugt David Ameln mit seinem herrlich verrückten Russenprinzen Orlofsky - mal piepsig fistelnd, dann übergangslos aufbrausend und fauchend. Nicht nur wegen seines Kostüms, durch das er auf mindestens das Dreifache seines Körperumfangs verbreitert wurde, erlangt er hier eine enorme Präsenz. Im Laufe des teilweise recht zäh dargebotenen Gastmahls verwandelt sich dann die Villa Orlofsky in eine Riesenwanne, der prunkhafte Kronleuchter wird - was kostet die Welt? - zum Stöpsel. Am Ende der rauschenden Orgie werden der Stöpsel gezogen und das herrschaftliche Wasser abgelassen. Und die feinen Herren landen dort, wo sie wirklich hingehören: in Froschs Gefängnis.

Gefängnis in der Kanalisation

Selten hat man einen so durchdachten Pausenübergang gesehen wie hier in Dessau. So wie auch Bühne und Spannung im dritten Akt am besten tragen. Dies liegt zu großen Teilen an Jan-Pieter Fuhrs Frosch. Dieser Spieler vermag nicht nur die Bühne angemessen auszufüllen, sondern lässt seine Wortwitze auch beim zehnten Mal noch zünden. Und es liegt an spritzigen Dialogen, die hier geradlinig und schnell erzählt werden.

Bühnenbild und Leitideen dieser Inszenierung sind also durchaus stimmig. Im Detail hätten ein paar Stellschrauben konsequenter justiert werden müssen.

Helmut Rohm, Volksstimme, 6.12.2010

Premiere der Johann Strauß Operette "Die Fledermaus" am Anhaltischen Theater in Dessau
Eine hintergründige Rachekomödie mit sehr viel Augenzwickern Dessau-Roßlau. "Glücklich ist, wer vergisst ..." heißt es in der Operette "Die Fledermaus" von Johann Strauß, die am Sonnabendabend im annähernd ausverkauften Anhaltischen Theater Dessau ihre mit viel Beifall aufgenommene Premiere hatte. Unglücklich, weil er nicht vergessen kann, ist dagegen Dr. Falke. Vor Jahren hat ihn sein Freund von Eisenstein nach einem gemeinsam besuchten Maskenball betrunken in einem Fledermauskostüm öffentlich der Lächerlichkeit preisgegeben. Regisseur Hinrich Horstkotte hat eine reizvoll parodierende und ironisch-hintergründige Rachekomödie mit viel Augenzwinkern auf die Bühne gebracht. In prachtvoll-schönen Kostümen (ebenfalls Hinrich Horstkotte) aus der Zeit um 1880 und ideenreichen Bühnenbildern (Martin Dolnik). Wie beim "Untergrund-Gefängnis" im dritten Akt gibt es dafür oft Spontanbeifall. Da die Handlung in Baden bei Wien spielt, spielt das Baden in realen und symbolhaft übergroßen Badewannen eine prägende Rolle. Auch hier und da als Ort erotischer "Exzesse".
Ulf Paulsen als Dr. Falke fädelt mehr im Hintergrund mephistohaft ein Verwirrspiel ein. Er lädt verschiedene Personen zum Ball beim Grafen Orlofsky ein (vergnüglich, komisch David Ameln, Clown Popov lässt grüßen). Dort trifft sich zum Amüsement mit Suff und Spiel die Hautevolee oder jene, die sich dazuzählen. Alle inkognito - mehr Schein als Sein. Alfred (Angus Wood als amouröser Schwerenöter) wurde schon im Vorfeld verwechselt und als Eisenstein weggesperrt. Der wirkliche von Eisenstein (Wiard Witholt sehr überzeugend als Sucher nach Liebesabenteuern) kommt und Gefängnisdirektor Frank (Kostadin Arguirov), beide als französische Edelleute. Eisensteins Stubenmädchen Adele (Sharleen Joynt stark im Gesang mit tollen Koloraturen und facettenreich im Spiel) träumt von einer Diva-Rolle, während Rosalinde von Eisenstein (Angelina Ruzzafante unter anderem mit einem beeindruckenden Csardas) als geheimnisvolle ungarische Gräfin auftritt. Ein Traum in Illusionen. Hinrich Horstkotte bringt turbulentes Leben in den Ballsaal, wenn sonst auch hin und wieder die Handlungsabläufe etwas dahinplätschern. Der Dessauer Opernchor agiert neben Gesang mit bekannt aktivem Spiel. Orlofsky lädt sich niedliche liebebedürftige Tanzmäuschen ein. Das Ballettensemble steuert als "Ball-Beitrag" eine schnelle Polka bei.
Am nächsten Morgen im Gefängnis mit Jan-Pieter Fuhr als trink- und redseligem Gerichtsdiener Frosch weicht die Illusion der totalen Ernüchterung. Eisenstein muss bei seiner Gattin Buße tun. "Glücklich ist, wer vergisst ..." Und "nur der Champagner war an allem schuld". Vergessen, vergeben, Happy End.
Die Anhaltische Philharmonie unter Wolfgang Kluge interpretiert die feinsinnige und gleichsam mitreißende Strauß‘sche Musik mit bravourösem Engagement.

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