Der Fliegende Mensch - Eine Junkers-Saga [UA]

von Tine Rahel Völcker

Uraufführung einer szenischen Installation

Tine Rahel Völcker bringt erstmalig Hugo Junkers, eine nicht allein für die Stadt Dessau nachhaltig prägende Persönlichkeit deutscher Geschichte, als Protagonist auf eine Bühne. Junkers als Familienvater im Konflikt mit seinem Sohn Klaus, als innovativer Unternehmer in Zeiten großer wirtschaftlicher und politischer Krisen, der Bankrott seines Unternehmens und seine »Ausbürgerung«, sind das Spannungsfeld in dem sich der »Pionier der zivilen Luftfahrt« im ersten Teil der Saga bewegt. Der zweite Teil verarbeitet die Geschichte Dessaus ab den 1930er Jahren und beschreibt den Weg des Ingenieurs Köppe, der unter Hugo Junkers seine Arbeit aufnahm, bei den Nationalsozialisten bruchlos fortsetzte, um schließlich nach 1945 als deutscher Spezialist für die Sowjetunion Flugzeuge zu bauen.

In Tine Rahel Völckers Stück, das sie im Auftrag des Anhaltischen Theaters geschrieben hat, geht es nicht allein um eine große Persönlichkeit in politisch und wirtschaftlich prekären Zeiten, es handelt grundsätzlich um die stets aktuelle Frage der Verantwortung des Einzelnen gegenüber gesellschaftlichen Bewegungen und die Wirkungen einer bis ins Heute anhaltenden und noch immer blinden Fortschrittsgläubigkeit.

Die »Junkers-Saga« nimmt ihren Anfang in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts, einer Zeit, in der das Bauhaus unter Walter Gropius von Weimar nach Dessau zieht und Junkers verschiedene Versuche der Zusammenarbeit mit dieser höchst innovativen Kunst-, Design und Architekturschule unternimmt. Die Uraufführung der »Saga« führt nun auf der Bühne und Aula des Bauhauses zwei der entscheidenden Faktoren der Geschichte Dessaus an einem Spielort zusammen.

Eine Kooperation mit der Stiftung Bauhaus Dessau




Regie Andrea Moses
Ausstattung Karoly Risz
Video Marcus Nebe
Dramaturgie Holger Kuhla

Junkers / Erzähler / Atemloser Gerald Fiedler
Klaus Junkers, sein Sohn / Erzähler Patrick Rupar
Alfred Köppe, Junkers-Ingenieur / Erzähler Patrick Wudtke
Hertha Junkers, seine Tochter / Erzählerin Katja Sieder
Fischer von Potorzyn, Junkers-Pressechef und Vertriebsleiter / Erzähler Sebastian Müller-Stahl
Friedrich Höhlsen, Bauhauskünstler / Erzähler Peter Wagner
Müller / Erzähler 1 Thorsten Köhler
Frau mit Kinderwagen / Erzähler 2 Antje Weber

PRESSESTIMMEN

Mathias Schulze, Frizz Stadtmagazin Halle/Leipzig, April 2013

Das Scheitern des Humanismus
Dessau hat mit "Der fliegende Mensch - eine Junkers-Saga" ein Schwergewicht im Theaterprogramm. Ein Antikriegs- und Nazidrama der Extraklasse.
Hugo Junkers ist ein Sohn Dessaus. Er gründete 1895 die Firma Junkers & Co, war bis 1932 Eigentümer der Flugzeugwerk AG und kann als Pionier der zivilen Luftfahrt gelten. Tine Rahel Völcker bekam vom Anhaltischen Theater Dessau den Auftrag zu recherchieren. Drei Jahre hat die Dramatikerin für ihre "Junkers-Saga" in der Vergangenheit gewühlt. Nun steht das Stück unter der Regie von Andrea Moses auf den Brettern der Bauhausbühne. Die Saga teilt sich in zwei Teile, zuerst wird die Familie Junkers aus der historischen Mottenkiste geholt, Erzähler leiten an. Im zweiten Teil werden die Darsteller in der Zeit nach 1933 zum Einheitsbrei, zum Kollektiv, das als deppernder Mob die Naziparolen zwischen den Ohren und auf den Lippen tragen. Am Anfang sind in der schlichten Kulisse Koffer übereinander gestapelt, gibt es Videoeinspielungen. Da steht Katja Sieder als Junkers Tochter Hertha mit ihrem strengen Seitenscheitel und in den Reiterstiefeln. Ganz in den Fußstapfen des Vaters.
Junkers selbst, gespielt von Gerald Fiedler, will damals den Modernisierungsprozess menschenfreundlich gestalten, tritt für eine freie und gerechte Ökonomie ein, will seine Flugzeuge nicht im Krieg zerfetzt wissen, nur Sozialdemokraten einstellen und ist voller Engagement: "Unternehmerpraxis kann man sich nicht vorstellen. Das muss man machen." Patrick Rupa als Sohn Klaus reibt sich am Vater. Er, in der Rolle als labiler Künstler, will Tänzer werden, weint im roten Kleidchen und wird als einer der ersten im Juden die Schuld finden, Naziparolen dumm wiederkäuend übernehmen, der Kriegsrüstung zustimmen.
Ein wenig überzeichnet ist das Bild des labilen Künstlers, der Klaus Junkers auch war: In des Führers Schoß findet er den Halt, den er sich selbst nicht geben kann. Für einige Kreative traf das damals zu. Für viele nicht. Dennoch nimmt das Stück jetzt Fahrt auf, entwickelt sich eine Sternstunde der Bretterkunst. Der alte Junkers kämpft noch gegen die Vereinnahmung seines Flugzeugwerkes. Unweigerlich rückt aber sein Scheitern näher. Seine Ideale fliegen ihm um die Ohren. Zu naiv hat er die grausam-lächerlich braune Suppe gelöffelt, zu groß war sein eigener humaner Verstand. Die Bauhausbühne wird zur Schlachtbank. Wenn sich das Hakenkreuz breit macht und auf der Leinwand marschiert wird, brennt es überall. Im Bild, im Ton. Arme werden zum Gruß gerissen. Und Junkers steht mitten im Inferno. Und zerbricht. Er schaut nicht mehr, er glotzt, sein Verstand weicht. Während überall „Saujude" gebrüllt wird. Im amerikanischen Tempo werden Kriegsgeräte produziert, die Gleichschaltung aller ist schneller als jedes Flugzeug. Rudolf Heß erscheint 1935 auf Junkers Beerdigung, die Darsteller greifen zur Gitarre, singen Heimatlieder. Die Bomben fliegen. Wie hier das Stück verdichtet wird, die Junkers feucht-fröhlich verrohen, kommt einer beklemmenden Geschichtsstunde gleich, die ihresgleichen erst einmal finden muss. Dessau hat ein großartiges Geschichtsdrama auf die Beine gestellt. Alles, was drin sein muss, ist drin. Eine große Persönlichkeit, eine lokale Größe noch dazu, persönliche Konflikte, die ins Universale neigen. Starke Typologien, wie der träumende Kommunist, der koksende Künstler und der straffe Unternehmer, reiben sich mit ihren Ideen scharf aneinander. Die Debatten, die das Stück auszulösen vermag, bezeugen die Qualität. Die Enkel Hugo Junkers sahen nach der Premiere ihren Opa nicht angemessen dargestellt, das Feuilleton verteidigt die künstlerische Gestaltungsfreiheit, Fragen nach der prinzipiellen Möglichkeit einer historischen Korrektheit standen im Raume. Genau diese Diskussionen muss ein gutes Geschichtsdrama auslösen, sie gehören dazu. Wie der Topf zum Deckel. Und müssen auch hier verhandelt werden. Die Frage nach der historischen Korrektheit kann man nicht, wie in der Mitteldeutschen Zeitung behauptet, weglegen. Die scheinbar sinnlose Messlatte historischer Korrektheit konstituiert doch gerade den Genuss eines Geschichtsdramas, Nur muss das Kunstprodukt selbst von dieser Erklärungslast befreit sein. Nicht, weil es keine Wahrheit enthält, sondern weil seine Echtheit eben Wahrheit und Dichtung zugleich ist. Und dadurch neue Erkenntnisse liefert. Der "Fliegende Mensch" macht es doch gerade mit der eingangs erwähnten Sternstunde vor, wird doch zur Krücke für Erkenntnisse, die vom Zuschauer auf die heutige Zeit bezogen werden können, Dessau hat eU1 Schwergewicht im Theaterprogramm. Wunderbar.

Helmut Rohm, Volksstimme, 26.02.2013

Anhaltisches Theater Dessau zeigt Uraufführung des Stückes "Der Fliegende Mensch - Eine Junkers-Saga" auf der Bauhaus-Bühne

Szenische Installation mit neuem Blick auf Hugo Junkers

Die Geschichte von Hugo Junkers wird sicher nicht völlig neu geschrieben werden müssen. Doch nach der Uraufführung der zweiteiligen szenischen Installation "Der Fliegende Mensch - Eine Junkers-Saga" am Sonnabend auf der Bühne des Bauhauses Dessau ist Junkers unter einem neuen Blickwinkel zu betrachten.

Autorin Tine Rahel Völcker, die im Auftrag des Anhaltischen Theaters Dessau nach intensivem Quellenstudium das Buch schrieb, hat eigentlich nichts Neues, bisher Unbekanntes oder Verstecktes über den Ingenieur und Flugzeugpionier Junkers (1859-1935) und dessen Geschichte recherchiert. Regisseurin Andrea Moses und Dramaturg Holger Kuhla schufen eine überaus spannende und dramaturgisch anspruchsvolle etwa zweistündige Bühnenfassung. Alles in allem ein von der gewichtigen Thematik her sicher gewagtes und auch mutiges Unterfangen - doch mit dem Blick für Realitäten eine durchaus gelungene aussagekräftige Komprimierung.

Zwei Schauspielerinnen und sechs Schauspieler agieren mit bemerkenswerter Agilität und mit bewundenswerter Konzentration in schnell wechselnden Darstellungsebenen und verschiedenen Rollen, auch in der erläuternden Erzählerfunktion.

Auf dem weit in die Tiefe reichenden Bühnenraum (Ausstattung Karoly Risz), der im wesentlichen durch verschiedenformatige und aktionsreich bewegte Transportcontainer dominiert wurde, waren sowohl einst reale Personen wie auch fiktive Figuren, in denen sich gewissermaßen "zusammengefasste" historische Personen widerspiegeln, präsent.

Ausgewählte Szenen lassen den Zuschauer Denken und Tun Hugo Junkers' nachvollziehen. Dargestellt im Kontext zu seiner familiären und unternehmensnahen Umgebung und den jeweils herrschenden gesellschaftliche Entwicklungen.

Da geht es um das persönlich und gesellschaftlich bedingt gestörte und konfliktreiche Verhältnis von Junkers (Gerald Fiedler ungemein wandlungsfähig) zu seiner Tochter Hertha (Katja Sieder) und seinem Sohn Klaus (Patrick Rupar). Oder: Junkers schließt 1921, unter Umgehung der Versailler Verträge, ein Rüstungsprojekt mit der Sowjetunion ab. Seinen inneren Kampf Pazifist gegen Profit mit dem Mantel der Forschertätigkeit gewinnt Letzterer.

Das Stück beleuchtet die diffizilen Beziehungen zwischen dem Bauhaus und Junkers. Das Bauhauses, aus dem auch das Firmenlogo "Der fliegende Mensch" stammt, wird durch die Figur des Friedrich Höhlsen (Peter Wagner) symbolhaft vertreten.

Da sind die beiden Bankrotte des Junkers-Imperiums. Im Gegensatz zum landläufig bekannt "guten Unternehmer" werden im Stück die wirtschaftlichen und sozialen Konflikte offen thematisiert. Ein neuer Blick wird auf die Beziehung zu den Nationalsozialisten eröffnet. Diese waren nur an den Forschungsunterlagen Junkers' interessiert. Dessen Wunsch, mit ihnen zusammenzuarbeiten gipfelt mit dem schluchzend vorgetragenen Flehen: "Ich will tun, was der Führer will!"

Im zweiten Teil widmet sich das Stück ebenso den gesellschaftlichen Vorgängen in Dessau. Die Synagoge (theater-technisch brillant und emotional eindrucksvoll dargestellt) brennt und Dessauer stellen fest: "Feuer bedeutet auch Reinigung" - und singen dann Volkslieder. Überhaupt und in der Rolle des erfundenen Technokraten Alfred Köppe (Julian Mehne) fokussiert, gilt: Es geht alles weiter, nicht politisch hinterfragt, man muss "schmerzfrei durch die Zeit" kommen.

Dessauer plündern jüdische Geschäfte. Die mit großem nationalsozialistischen Pomp unter Jubel der Bürger stattgefundene Theater-Eröffnung wird eingeordnet. Ton, Licht und Video und erschreckende Realitätsnähe zeichnen den Bombenangriff auf Dessau nach.

Danach geht es weiter. "Wir durften alles mitnehmen, auch den Steinway-Flügel..." 600 Spezialisten der Luftfahrtindustrie von Junkers, BMW und Askania wurden mit ihren Familien in die Sowjetunion verbracht. Für die Weiterentwicklung der dortigen Luftfahrtindustrie.

Junkers ist und bleibt ein Sohn Dessaus. Der Blick auf ihn wird ein anderer sein.

Michael Laages, mdr-figaro, 25.2.2013

Johannes Killyen, Mitteldeutsche Zeitung, 25.02.2013

Dessau-Rosslau feiert seinen großen Komponisten

Bühnenreife Zeitgeschichte: Andrea Moses inszeniert auf der Bauhausbühne Tine Rahel Völckers Junkers-Saga „Der fliegende Mensch“.

Starr wie ein Fels steht er am Ende da, als hitlergrüßende Hände ihm - vom Projektor auf die Bühne geschickt – über den Mund fahren. Doch er kann auch biegsam, dieser Junkers. Eine Rolle vorwärts auf der Mutter aller Bauhausmöbel, dem Breuer-Sessel. Das soll dem Mittsechziger mal einer nachmachen.

Mit einiger Spannung erwartet, wurde im Rahmen des Weill-Festes am Sonnabend auf der Dessauer Bauhausbühne Tine Rahel Völckers Szenische Installation „Der fliegende Mensch – eine Junkers-Saga“ uraufgeführt: eine Zusammenarbeit des Anhaltischen Theaters mit der Stiftung Bauhaus in einer Inszenierung der früheren Hausregisseurin Andrea Moses.

Wie immer, wenn biografische Historie auf künstlerische Deutung stößt, so begibt sich auch die Junkers-Saga in ein Spannungsfeld zwischen Realität und Fiktion. Und das in der Muldestadt Dessau, die der 1859 geborene Hugo Junkers über Jahrzehnte zu einem bedeutenden Industriestandort machte. Und wo er wie nirgendwo sonst verehrt und manchmal auch verklärt wird. Denn dem Luftfahrtpionier und unermüdlichen Arbeiter, dem Inbegriff der Wertarbeit und Freund der Werktätigen gegenüber steht der Rüstungsfabrikant Junkers, für den Krieg ein gutes Geschäft war – das er nicht liebte, aber in Kauf nahm, um forschen zu können.

Tine Rahel Völcker beleuchtet nicht zuletzt die schwierigen Seiten der Unternehmerlegende, einschließlich privater Konflikte. Dazu hat sie zwei Jahre in Archiven verbracht und sich profunde Kenntnisse angeeignet, die ihrem Stück stets anzumerken sind. Zugleich wäre es sinnlos, an die aus vielen Lebensfacetten kunstvoll zusammengesetzte Saga die Messlatte historischer Korrektheit zu legen. Theater muss stimmig sein in sich und unterhaltsam - sollte in seiner Spiegelung der Realität anregen zum Diskutieren, in diesem Fall: über die Verantwortung der Wissenschaft und des Einzelnen. Das ist Völcker und Regisseurin Andrea Moses packend gelungen. „Der fliegende Mensch“ blendet die ersten 60 Lebensjahre des Protagonisten aus, den Gerald Fiedler als in sich ruhenden, dann zunehmend erschütterten und lenkbaren Patron spielt. Mit Kalorimetern und Kolbenmotoren hält sich Völcker nicht auf, und auch die berühmten Gasbadeöfen erscheinen nur im Reklamespot. Das Stück begibt sich direkt hinein in einen von Kasperlpuppen geführten Dialog zwischen dem Kapitalisten Henry Ford und der Kommunistin Larissa Reissner: der Kampf der Systeme um Junkers’ Flugzeuge.

Auf der fast leeren Bauhausbühne, der Ausstatter Karoly Risz mit rollbaren Requisitenkoffern in unterschiedlichen Größen große Flexibilität verleiht, wird sodann ein Familiendrama entfaltet: Hier der in die Jahre gekommene Pionier Junkers, da die jugendfrisch emanzipierte und folgsame Tochter Hertha (Katja Sieder), dort der rebellisch-kindische Sohn Klaus (Patrick Rupar), der sich dem Vater widersetzt, kommunistischen Idealen anhängt, aber unter Nazi-Führung gerne in die Werksleitung einsteigt. Während der Vater abserviert ist.

Vor dem Hintergrund ruinöser Rüstungsgeschäfte mit der Sowjetunion und wirtschaftlicher Depression geht es auch fortan vor allem um zwei Dinge: den Verlust der Ideale in Zeiten des Erfolgs, etwa am Beispiel des von Junkers engagierten (fiktiven) Bauhauskünstlers Friedrich Höhlsen (Peter Wagner). Und die Manipulation durch Menschen wie den ebenfalls erfundenen Fischer von Potorzyn, gelackt-staubiger Pressechef bei Junkers (Sebastian Müller-Stahl).

Andrea Moses hält dieses Ensemble meisterhaft in Bewegung, schafft immer wieder neue Konstellationen und Bezüge, verfremdet durch steten Wechsel zwischen Erzähler- und Protagonistensicht. Video-Projektionen (Marcus Nebe) und eine Bauhaus-Führung in bestem Tourismusdeutsch (Thorsten Köhler, Antje Weber) gehören dazu. Dass ein pathetischer Junkers-Tod nicht den Schluss bilden konnte, lag auf der Hand, ja noch mehr: Tine Rahel Völcker führt in einem zweiten, ganz anders gestrickten Teil, die Junkers-Saga in die Nazizeit hinein und wieder heraus, ins Anhaltische Theater des Jahres 1938, vorbei an der brennenden Dessauer Synagoge, Zyklon-B-Dosen und unter alliiertem Bombenhagel bis in die Nachkriegsjahre.

So ist aus dem „Fliegenden Menschen“ auch ein Dessau-Stück geworden, das den Bruch zum zweifellos stärkeren ersten Akt deutlich zugibt und trotz eindringlich-dezenten Spiels (Julian Mehne in der Rolle des wetterwendigen Ingenieurs Köppe) und starker Bilder etwas plakativ wirkt. Streng wie ein antiker Chor deklamieren weißbekittelte Ingenieure die Parolen ihrer Auftraggeber – zuletzt in der Sowjetunion. „Als hätt’ ich das schon mal erlebt“, sinniert Köppe. „Kann mich nur nicht erinnern.“

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