Das verlorene Paradies (Uraufführung)

Tanztheater von Tomasz Kajdanski
Musik von Paul Hindemith, Kurt Weill und Arnold Schönberg

Premiere am 28. Februar 2015, Großes Haus | zum Kurt Weill Fest 2015


Unter dem Titel »Das verlorene Paradies« inszeniert Tomasz Kajdanski einen facettenreichen Ballett-Abend unter der Mitwirkung der Anhaltischen Philharmonie sowie der Gesangssolisten des Anhaltischen Theaters. Zu Liedern von Kurt Weill und Arnold Schönberg sowie Paul Hindemiths Sinfonie »Mathis der Maler« entwirft er eine Choreographie über Ängste, aber auch Hoffnungen und Träume des Menschen.

4 Tonbeispiele
Paul Hindemith: Sinfonie »Mathis der Maler« (1934) – Engelkonzert Grablegung
Kurt Weill: Nanas Lied (1939) Text: Bertolt Brecht
Arnold Schönberg: Sechs Orchesterlieder op. 8 (1904) – Natur
Den Rahmen des Abends bildet Hindemiths Sinfonie, die bereits durch ihre Satztitel – »Engelskonzert«, »Grablegung« und »Versuchung des heiligen Antonius« – dem musikalischtänzerischen Triptychon das Spannungsfeld zwischen Mystischem und Irdischem zuweist. So erzählt die Inszenierung von Göttern, die auf die Erde kommen, alle Nuancen menschlicher Leidenschaften durchleben und schließlich diese Welt wieder verlassen. Aus Tanz und Musik entsteht so eine große Retrospektive auf das Dasein, inspiriert von John Miltons »Paradise Lost«, Gemälden von Hieronymus Bosch, Dantes »Göttliche Komödie« und Stanley Kubricks Film »2001: A Space Odyssey«.

Tomasz Kajdanski schafft seinen Tänzern dabei eine Bühne, ihre individuellen Biografien in die Choreografie einfließen zu lassen und so eine Inszenierung von außergewöhnlicher Intensität zu gestalten. Dabei greift der Abend auch den Verlust der Heimat und die Einsamkeit in der Fremde als Motive auf, die untrennbar mit zahllosen Künstlerbiografien verknüpft sind. Denn das »Verlorene Paradies« ist auf die Situation von ungeliebten Künstlern jeder Couleur anwendbar, nicht zuletzt auf die des vor den Nationalsozialisten zunächst nach Paris und später nach New York emigrierten Kurt Weill, der damit der Route »Vom Lied zum Song« folgte, vom Schiffbauerdamm zum Broadway.

Mit »Das verlorene Paradies« wird ein Tanztheater präsentiert, in dem die Musik dem Tanz ebenbürtig zur Seite steht und die menschliche Stimme als zentrales Moment in die Handlung integriert ist.




TV-Beitrag des MDR

Daniel Carlberg über die Musikauswahl in »Das verlorene Paradies«

PRESSESTIMMEN

Zuversicht für alle, neues deutschland, 03.03.2015

In Dessau beklagt Tomasz Kajdanski »Das verlorene Paradies«

Von Volkmar Draeger

Paradiesische Zustände herrschen am Anhaltischen Theater jetzt wahrlich nicht. Nur durch zehnprozentigen Lohnverzicht aller Mitarbeiter kann trotz rapider finanzieller Kürzungen seitens der Landesregierung die Sparte Tanz am Haus erhalten bleiben. Mit acht Tänzern hat Ballettchef Tomasz Kajdanski in nächster Zeit eine der größten Bühnen Deutschlands zu füllen. Wie ein doppelter Befreiungsschlag mutet seine aktuelle Premiere an. Geradezu inbrünstig beschwört »Das verlorene Paradies«, obwohl im Rahmen des Dessauer Kurt-Weill-Festes entstanden und eher menschheitlich gedacht, auch die individuelle Situation einer im Verlauf von drei Jahrzehnten auf ein Drittel geschrumpften Compagnie —unter künstlerisch weitaus weniger ersprießlichen Umständen dennoch ein verlorenes Paradies. Kajdanski macht mit seiner Uraufführung aus der Not eine Tugend. Außer dem Tanz holt er auch das Orchester mit auf die Szene und erreicht so bühnenfüllende Wirkung, wo der Tanz allein so verloren wie das titelgebende Paradies agiert. hätte. Dass Querelen mit Weill-Intendanz und Weill-Gesellschaft zu-dem die Atmosphäre beschwerten, macht umso respektabler, was Kajdanski und seinem auf neun Tänzer erweiterten Ensemble gelungen ist und vom Publikum demonstrativ gefeiert wurde.

Musikalisch bildet Weill das Zentrum des 80-minütig ohne Pause durchlaufenden Abends, ergänzt durch Kompositionen von Paul Hindemith und Arnold Schönberg, Brüdern im Leid der Emigration aus Nazi-Deutschland. Hindemith steuert seine Sinfonie »Mathis der Maler« bei, »Engelkonzert« als Auftakt, »Grablegung« für ein Männerduett, »Versuchung des heiligen Antonius« als tonmächtige Apotheose; Schönberg ergänzt die intensiven Lieder und Chansons von Weill durch drei der »Sechs Orchesterlieder«. Entstanden ist ein Fries aus 15 teils sinfonischen Bildern um des Menschen Fall, Leben und hoffnungsvollen Aufstieg, ohne religiösen, mit allgemein humanistischem Hintergrund. Für den Hintergrund der Inszenierung hat Dorin Gal eine halbrunde Schräge, wie sie mit der Theater-Freitreppe korrespondiert, geschaffen; auf der Leinwand dahinter wabern Projektionen von Zellen, Meridianen, einem Globus, der sich erst blutrot, dann schwarz überzieht, als globaler Video-Kommentar von Enrico Mazzi. Den Übergang zum Tanz meist ganz vorn vermittelt die Anhaltische Philharmonie, die Daniel Carlberg einfühlsam durch die Stile und Besetzungen dirigiert. Zwischenhänger schaffen Intimität für die Lieder und den Kammertanz. Mit archaischen Göttern beginnt der Bilderbogen: Sie häuten sich zu Menschen, die fortan im selbstgewählten Schicksal auf den Sündenfall nach Liebe, Glück, Zweisamkeit suchen, auch von Zweifeln, Verzweiflung bestürmt werden. Immer dort gelingen Kajdanski berührende Miniaturen, wo Liedtext respektive Klang und tänzerische Aussage sich verschweißen, besonders zu den Liedern von Weill. Höhepunkte sind »Je ne t'aime pas« als dramatisches Solo des brillanten Joe Monaghan, angefeuert hier durch die perfekte Interpretation der Sängerin Karen Helbing, sein emotionales Duett mit dem ausdrucksstarken David Martinez und ein Weill-Tango mit Anna-Maria Tasarz und Julio Miranda. Wenn zum Schluss die Götter Monaghan zu den Ihren ziehen, ist das Zuversicht für alle, die Menschen wie den Tanz in Dessau. Nächste Vorstellungen: 7., 21.3.

Die Götter steigen herab, Zerbster Volksstimme, 2.3.2015

Das Dessauer Tanztheater „Das verlorene Paradies" fragt nach dem Sinn des Lebens 

Neun "gefallene Engel" betreten die Erde. Ausstaffiert mit wallenden goldfarbenen Umhängen, geheimnisvollen Masken und überhohen Plateauschuhen suchen und erleben sie menschliche Leidenschaften.
Von Helmut Rohm 

Mit dieser ersten von insgesamt 15 Szenen begann am Sonnabend im Großen Haus des Anhaltischen Theaters Dessau die Uraufführung des Tanztheaters „Das verlorene Paradies" im Rahmen des diesjährigen Kurt-Weill-Festes. Die Choreographie und Inszenierung schuf der Dessauer Ballettdirektor Tomasz Kajdanski. 
Inspiriert wurde Kajdanski vom zwölf Bücher umfassenden epischen Gedicht „Paradise Lost" („Das verlorene Paradies") des englischen Dichters John Milton (1608-1674), ohne es „zu vertanzen, weil das nicht machbar ist", so der Choreograph. Die Inszenierung erzählt von Göttern, die auf die Erde kommen, hier eine Vielzahl von menschlichen Leidenschaften durchleben und die Welt wieder verlassen. 
Kajdanski widmet sich insbesondere den Ängsten, Zweifeln, Hoffnungen, dem Suchen nach Glück und Liebe, nach Heimat - letztendlich der Suche nach dem Sinn des Lebens. Damit nimmt er unter anderem Bezug auch auf historische Ereignisse, lässt ebenso biografische Bezüge seiner Tänzerinnen und Tänzer anklingen. 
In Zusammenarbeit mit dem Choreographen hat der stellvertretende Generalmusikdirektor Daniel Carlberg, der die musikalische Leitung hat, eine Musik ausgewählt, in der Paul Hindemiths dreisätzige Sinfonie „Mathis der Maler" die musikalische Stütze bildet. In die Handlung integriert sind, einer Art Triptychon gleich, auch Lieder von Kurt Weill (unter anderem aus „Frauentanz" op. 10) und von Arnold Schönberg (aus „Sechs Orchesterlieder" op. 8). 
Zu den wohl mehr bekannten Liedern Weills zählt „Youkali" aus „Marie Galante" im Teil XIV: „Ein glückliches Liebespaar tanzt einen Tango". Hervorzuheben ist, dass sich in dieser intensiven Inszenierung Tanz, Musik und auch Gesang „auf Augenhöhe" begegnen. Optisch und akustisch in den Bann gezogen wird der Zuschauer, wenn auf der großen Bühne (Bühne und Kostüme Dorin Gal) die Anhaltische Philharmonie in großer Besetzung konzertiert, und davor, den überbauten Orchestergraben einbezogen, jedoch zeitweise auch auf einem Podest hinter dem Orchester, die Tänzerinnen und Tänzer mit vielgestaltiger-Aussagekraft. Und gepaart mit bewundernswerter Kondition agieren. Einige der insgesamt neun Tänzer sind in bis zu sieben Teilen aktiv. 
Die Kostüme sind meist dunkel gehalten. Sparsam eingesetzte farbige „Heraushebungen" unterstreichen einzelne Textinhalte besonders. Wie von einem fallenden Wassertropfen erzeugte Farbimpressionen werden auf eine große Leinwand projiziert. Nicht minder eindrucksvoll, teils noch emotional bewegender, sind die „eingestreuten" Lied-Tanz-Performances. Ein Solo-Klavier beziehungsweise eine kammermusikalische Besetzung präsentieren die Musikstücke. Die drei Sopranistinnen Karen Helbing, Stefanie Kunschke und Cornelia Marschall interpretieren die einzelnen Lieder. Mitglieder der Dessauer Ballettkompanie tanzen in verschiedenen, zum Liedinhalt stimmigen Formationen von Solo über Pas de deux hin bis zur Gruppe. 
Die Tanz-Interpretationen begeistern durch eine weitgespannte Palette nacherlebbarer Gefühls- und differenzierter Bewegungsvielfalt sowie einer unaufgesetzt wirkenden, ausgeprägten klassischen Tanzkunst. Das Publikum der gut besuchten Premiere hat dieses durchaus anspruchsvolle, den Zuschauer fordernde Tanztheaterstück begeistert aufgenommen.

mdr Figaro, 2.3.2015

Aufmarsch der Götter im Anhaltischen Theater, Mitteldeutsche Zeitung, 02.03.2015

Göttlich: Tänzer und Orchester des Anhaltischen Theaters präsentieren „Das verlorene Paradies“.

VON JOACHIM LANGE

Diesmal fällt es direkt schwer, beim Hauptbeitrag des Anhaltischen Theaters für das laufende Kurt-Weill-Fest keinen doppelten Boden zu vermuten. Der Dessauer Ballettchef Tomasz Kajdanksi hat nämlich gemeinsam mit der Anhaltischen Philharmonie unter der Leitung von Daniel Carlberg eine neue Choreografie mit dem Titel „Das verlorene Paradies“ (als Impulsgeber diente John Miltons „Paradise Lost“) beigesteuert. Was beim Weill-Intendanten Michael Kaufmann offenbar nicht so hoch im Kurs steht, wie beim begeistert jubelnden Publikum.

Kaufmann hatte die Noch-Theaterleitung mit einem Statement ziemlich in Rage gebracht, das durchaus als Musterbeispiel von Opportunismus in der Nähe der Schamgrenze durchgehen kann. Der hatte nämlich dem letztlich rausgeschmissenen Generalintendanten André Bücker (und dem Ex-Bauhauschef Oswalt gleich noch mit) vorgehalten, dass beide hätten Zukunft gestalten können, wenn sie die „neuen Rahmenbedingungen“ akzeptiert hätten. Genauso wünschen sich die Politiker wahrscheinlich ihre Leute!

Eine künstlerische Großtat

Dass es gute Gründe gibt, genau diese Bedingungen und damit die kulturpolitische Weisheit der Landesregierung laut und vernehmlich in Frage zu stellen, ist offenbar nicht bis zu Kaufmann durchgedrungen. Dabei hat das Dessauer Theater allein in den Bücker-Jahren seit 2010 16 Eigen- und Koproduktionen zum Weill-Fest und damit zu seinem Erfolg beigesteuert. Und das unter immer schwieriger werdenden Bedingungen. Zu denen Mittelreduzierung, personeller Aderlass und letztlich die wachsende Selbstausbeutung der Künstler als Beitrag zum Erhalt der Sparten gehören.

Allein schon, dass diese Produktion auf dem in Dessau gewohnt hohen Niveau heraus gekommen ist, wird da zu einer künstlerischen Großtat. Mit allen für Kajdanski-Choreografien bewährten Bestandteilen. Eine kluge Stückauswahl, die instinktsichere Musikzusammenstellung und die tänzerische Fantasie machen daraus auch diesmal ein überzeugendes Gesamtkunstwerk. Gemeinsam mit Ausstatter Dorin Gal und Enrico Mazzis abstrakt zerfließenden und sich neu formenden Projektionen auf der Riesenleinwand hinter dem auf der Bühne platzierten Orchester. In einer Abfolge von 15 Nummern wird so Musik von Paul Hindemith (1895-1963), Kurt Weill (1900-1950) und Arnold Schönberg (1874-1951) auf eine kluge und sich atmosphärisch verdichtende Weise kombiniert. Hindemith’s Sinfonie „Mathis der Maler“ gibt mit ihren Satztiteln „Engelskonzert“, „Grablegung“ und „Versuchung des heiligen Antonius“ die geistige Weite und musikalische Stimmung für den ganzen achtzigminütigen Abend vor.

Das ist verwoben mit Klavierliedern von Kurt Weill aus seiner Berliner und französischen Zeit sowie einigen spätromantischen Schönberg Liedern, die Karen Helbing, Cornelia Marschall und Stefanie Kunschke auf offener Szene zwischen dem Orchester und den Tänzern beisteuern, während Gerald Fiedler aus dem Off Verse „Vom Dunkel ins Licht“ aus dem 2 000 Jahre alten Gilgamesch Epos rezitiert. In der tänzerischen Umsetzung zieht Kajdanski mit seiner auf Nicola Brockmann, Charline Debons, Nicole Luketic, Anna-Maria Tasarz, Thomas Ambrosini, Yusuf Cöl, Julio Miranda, Joe Monaghan und David Stiven Valencia Martinez reduzierten Truppe alle Register, um vom Glauben ans Paradies und seinen Gefährdungen für die Menschen zu erzählen.

Großer Stoff groß inszeniert, Mitteldeutsche Zeitung, 19.02.2015 (Vorbericht)

BALLETT Tomasz Kajdanskis Tanzstück "Das verlorene Paradies" wird uraufgeführt.

Die gefallenen Engel steigen am Sonnabend, dem 28. Februar, um 19.30 Uhr mit imposanten Masken, hohen Plateauschuhen und prächtig bestickten und mit Gold ausgekleideten Mänteln vom Himmel. Dann nämlich wird Tomasz Kajdanskis Tanzstück "Das verlorene Paradies" im Rahmen des Kurt-Weill-Fests im Anhaltischen Theater uraufgeführt.

Vom Titel her lässt das Stück großen Stoff vermuten, die Umsetzung des gleichnamigen epischen Gedichts von John Milton, das in aller kürze vom Höllensturz der gefallenen Engel, der Versuchung Adam und Evas im Paradies und ihre Vertreibung aus dem Paradies handelt, liegt nahe. Doch Thomasz Kajdanski, der das Stück choreographiert und inszeniert, wehrt ab: "Ich vertanze nicht Milton. Das ist nicht machbar." Dramaturgin Sophie Walz erklärt, dass Miltons Werk durchaus Vorlage gewesen sei, über viele Arbeits- und Gedankenschritte hinweg am Ende jedoch nur noch schlagwortartig übrig geblieben sei. Kajdanski stellt konkretere und persönliche Bezüge her: "Die Erde ist für mich das Paradies. Sterbe ich, verliere ich meinen Platz im Paradies." Und der Wink zur Sparpolitik des Landes fehlt auch nicht. "Für die Tänzer ist das hier das Paradies." Gehe es so weiter, verlieren auch sie ihren Platz. Aber es sei kein radikales Stück, beruhigt Kajdanski. Besucht man die Aufführung, "vergisst man die Realität, man wird abgehoben in eine glückliche und nachdenkliche Stimmung."

Wenn auch inhaltlich reduziert, versuchen Kajdanski und Daniel Carlberg, der die Musik ausgewählt und die musikalische Leitung inne hat, etwas großes auf die Bühne zu bringen. Stücke von Paul Hindemith, Kurt Weill und Arnold Schönberg werden zu hören sein - als eine Art Triptychon. Die drei Hauptpfeiler bildet Hindemiths symphonische Version von "Mathis der Maler". "Hier findet man wie im verlorenen Paradies die Antipoden des Göttlichen und des Dämonischen", erklärt Carlberg. Drumherum werden Lieder von Schönberg und Weill drapiert. "Wie kleine Inseln", so Carlberg. Er greift dabei auf Schönbergs Opus 8, also Lieder seiner spätromantischen Phase zurück. Von Weill sind es Klavierlieder seiner Berliner und französischen Zeit. Damit ist ein breites stilistisches Spektrum abgedeckt, das von Kammermusik bis zur großen symphonischen Form reicht. Die praktische Umsetzung passiert dann auf ungewöhnliche, aber spektakuläre Weise. Bisweilen sind rund 60 Leute aktiv auf der Bühne. Denn nicht nur das Ballettensemble und die drei Gesangssolisten bewegen sich dort, auch die Anhaltische Philharmonie wird sich zu ihnen gesellen und mit ihnen interagieren. "Das ganze hat ganz klar einen performativen Charakter", so Carlberg.

"Ich vertanze nicht Milton. Das ist nicht machbar." Tomasz Kajdanski, Choreograph

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